Neuigkeiten

  • Wie ein Waldrand lebendig wird

    • Erstellt:

    Bei der Praxiswerkstatt am 14. Novmember in Innermanzing (NÖ) erläuterte der Biodiversitätsvermittler Michael Kuhrn die Bedeutung eines über zwei Jahrzehnte gestalteten Waldrandes als wertvollen Lebens- und Rückzugsraum für Wildtiere, Vögel und Insekten. Michael berichtete, dass er durch das Entfernen größerer Bäume über die Jahre fruchttragende Arten wie Kirsche, Edelkastanie und Elsbeere erfolgreich fördern konnte. 

    Trotz kalter Temperaturen packten die Teilnehmer*innen aktiv bei der Waldrandpflege mit an. Unter Anleitung von Michael Kuhrn wurden Speierling, Mehlbeere, Maulbeere, Schlehen und Felsenbirne gepflanzt. Dabei zeigte er verschiedene Pflanzverfahren, Wurzelschnitt und Rückschnitt.

    Ein Teil des Waldrandes wird bewusst der natürlichen Sukzession überlassen, um das eigenständige Wachsen von Strauch- und Baumarten zu fördern. Der ehemalige Bezirksförster Ing. Michael Meissl bereicherte die Gruppe mit seinem Fachwissen, insbesondere zum Thema Verbissgehölze für Rehwild.

    Anschließend wurde eine durch die NÖ Wildökolandaktion geförderte Anpflanzung entlang einer Forststraße besichtigt. Auf einer kleinen Kahlschlagfläche zeigte sich eindrucksvoll, wie Naturverjüngung mit Lichtbaumarten ohne Kulturschutzmaßnahmen gelingen kann.

    Den Abschluss bildete der kurzweilige Rundgang durch den Raritätengarten von Markus Kuhrn, gefolgt von einer wohlverdienten Stärkung mit Tee, Brot und Kiefernlikör.

    Ein herzliches Dankeschön an Michael Kuhrn für die fachkundige Leitung der Praxiswerkstatt!

ältere Nachrichten